Großbohrtechnik in Dörenthe tätig

Horizontalspülbohrung für Wassertransportleitung zwischen dem DEK-Entnahmebauwerk und dem neuen Wasserwerk Dörenthe

Unsere Großbohrtechnik ist deutschlandweit unterwegs – zurzeit ist eine Bohranlage bei uns im Nachbarort in Dörenthe anzutreffen. Das Team um Bauleiter Tino Zimmermann steht mit ihrer 50-t-Anlange in der Nähe vom Kulturspeicher und wird vom Projektleiter Christoph Eiben betreut.

Für den Wasserversorgungsverband Tecklenburger Land soll eine neue Wassertransportleitung DN 500 vom Dortmund-Ems-Kanal-Entnahmebauwerk zum neuen Wasserwerk in Dörenthe verlegt werden. Das Projekt wird durch das spezialisierte Kompetenz-Center Rohrleitungsbau des Bau-Komplettanbieters Köster aus Osnabrück realisiert. 354 Meter der Stecke werden grabenlos durch unsere Großbohrtechnik unterquert. Die Bohrtrasse verläuft in einer Tiefe von ca. neun Meter der Geländeoberfläche.

Folgende Aspekte sind bei der Planung der Bohrung besonders zu beachten. Auf dem Gelände des Wasserwerkes müssen alte Wasserbecken unterquert werden. Die Bohrung läuft parallel zur Teutoburger-Wald-Eisenbahn. Zudem sind angrenzend an das Gelände des Wasserwerkes Schlammbecken angeordnet, welche mit der Bohrung im Randbereich unterfahren werden. Die Schlammbecken sind eingedeicht wodurch der Wasserspiegel oberhalb des umliegenden Geländes gehalten wird. Grundsätzlich besteht bei einer Spülbohrung das Risiko, dass es infolge des Bohrspülungsdrucks im Bohrloch zu Spülungsabflüssen und auch zu Spülungsausbrüchen an der Geländeoberfläche kommen kann. Bei einen sogenannten hydraulischem Grundbruch im Bereich der Schlammbecken bestünde so die Gefahr, dass das Wasser aus den Schlammbecken unkontrolliert über das Bohrloch austritt und in das umliegende Gelände abfließt. Um dieses zu verhindern, wurde die gesamte Aufstellfläche der Bohranlage und somit auch der Eintrittspunkt der Bohrung um ca. 1,5 m aufgeschüttet. Der Eintrittspunkt der Bohrung liegt somit über dem Niveau des Wasserspiegels in den Schlammbecken. Die Pilotbohrung erfolgt über das Kreiselkompasssystem. Das Ortungssystem errechnet die neue Position des Bohrkopfes nach jeder abgebohrten Bohrstange. Wenn die Pilotbohrung am Ziel angekommen ist, ist bereits ein Bohrloch mit einem Durchmesser von ca. 300 mm vorhanden. Im Weiteren muss das Bohrloch vergrößert werden. Insgesamt ist für die Rohrkonstellation ein Durchmesser von ca. 900 mm erforderlich. Dafür muss das Bohrloch zweimal mit einem sogenannten Räumer (Backreamer) durchfahren werden. Im ersten Schritt wird ein 600 mm Räumer und im zweiten Schritt ein 900 mm Räumer verwendet.

Im letzten Arbeitsschritt erfolgt der Rohreinzug. Das auf der Zielseite in voller Länge vorgestreckte Rohr, wird mit der Bohranlage in das Bohrloch eingezogen.

Insgesamt sind für die Spülbohrarbeiten ca. zehn Arbeitstage geplant. Wir freuen uns sehr, dass wir für dieses Projekt tätig sind und hoffen auf einen weiterhin reibungslosen Ablauf.